El Tromen ha dicho que no!

El Tromen ha dicho que no!

Weiterreise nach Osten: Beeindruckende Täler und weite Weiten

Aus dem Tal des Copahue führen uns 150km Dirtroad in Richtung Osten. Wir brechen am frühen Abend auf und fahren ein weitläufiges Tal entlang. Die Abendsonne in Verbindung mit düsteren Wolken erzeugen eine schöne Reisestimmung und wir arbeiten uns gemächlich die ruppige Straße entlang – das wird noch eine lange Fahrt. Wir passieren eine große Quelle, in der die Steine rot und gelb sind. Ob das was mit dem Schwefel und dem Vulkan zu tun hat? Die Frage bleibt unbeantwortet. Die schöne, jedoch monotone Landschaft wird hier und da von ausgebrannte oder verunfallten Autowracks gesäumt. Gegenverkehr gibt es alle Stunde mal und wir kommen erst sehr spät in der nächst größeren Stadt an: Chos Malal. Hier nächtigen wir am Fluss. Die weiteren 60km wollen wir uns nicht zumuten und das morgige Projekt kann auch etwas später angegangen werden.

El Tromen

Wir stehen zeitig auf und fahren zur Laguna Tromen, die am Fuße des gleichnamigen Berges liegt. Der El Tromen ragt mit 4100m im Reserva Provincial Domuyo relativ freistehend heraus. Die benachbarten Berge haben etwas über 3000m – das könnte ein tolles Panorama ergeben! Kaum steigen wir aus dem Bus, stürmen uns drei Hunde entgegen. Kurzer Moment der Angst, bis die drei mit wedelnden Schwänzen an uns hochspringen und die Schnauzen interessiert in den Bus stecken: Entspannung diesbezüglich.

Der Traileinstieg zeigt sich nicht direkt und wir schauen uns verschiedene Täler an, Fehlanzeige. Jetzt wird es hier spannend: Versteckt sich der Trail im hohen Gras, sodass wir ihn nur aus einem bestimmten Winkel sehen? Wir vertrauen den Google Earth Aufnahmen und entscheiden uns für eins der Täler. Flo pausiert krankheitsbedingt einen weiteren Tag und so mache ich mich alleine auf ins Ungewisse. Die drei Hunde sind verwundert und folgen mir zunächst gemeinsam. Als ich nach zehn Minuten Kurbeln durch die Gräser mein Bike schultere ist nur noch einer da. Nun gut, etwas Begleitung kann nicht schaden.

El Tromen ha dicho que no!

Wir steigen die ersten weglosen 200 Höhenmeter auf ein Plateau auf und schauen ins nächste Tal: kein Weg zu sehen! Hm, skeptisch laufen wir bis zum nächsten Lavafluss, wo der Trail laut Google Earth verlaufen soll. Ich vergleiche die Aufnahme mit meiner GPS Position: kein definierter Weg. Verdammt, jetzt wird’s auch noch steil und felsig! Die Abfahrt wird kein Zuckerschlecken. Auch mein Begleiter fängt an zu jaulen, sobald es ins Felsige geht. Wir beide haben nun 800 weglose Höhenmeter hinter uns. Hier und da meine ich mit viel Fantasie eine Spur zu erkennen, aber Fußabdrücke oder Steinmännle sieht man keine.

El Tromen ha dicho que no!

Ich entscheide mich für eine längere Pause, mein Begleiter gräbt sich ein Loch und macht dort ein Power-Nap. Über uns kreisen Adler und während wir pausieren gleiten sie immer tiefer an uns vorbei. Die Vögel sind riesig! Die Spannweite der Flügel würde ich mit meiner eigenen vergleichen. Immer wenn einer der vier Adler über uns hinweggleitet, kann man ihn durch die Luft fliegen hören und mir wird etwas mulmig dabei. Ob sie es auf den Hund abgesehen haben? Ihn zu reißen wäre für die Adler eine Leichtigkeit. Als einer der Vögel im Sinkflug bis auf 5m an uns rankommt und dann flatternd doch wieder abwendet, entscheide ich mich weiterzugehen. Vielleicht sehe ich am nächsten Grat doch einen Weg?

El Tromen ha dicho que no!
El Tromen ha dicho que no!

Ich bewaffne mich mit einem Stein gegen die Vögel und schaue, dass der Hund nah an mir bleibt. Doch nach kurzer Zeit wird das Gelände so blockig, dass ein weiterer Weg für mich sinnlos erscheint. Ich bin alleine, es gibt keinen Weg, die Vögel geben mir kein gutes Gefühl und die Abfahrt ist nicht ohne: Abbruch! Protektoren, Helm, ab in die Abfahrt. 1000 Höhenmeter im weglosen Gelände, in dem kein Stein auf dem anderen bleibt, fordern mir alles ab. Auch mein Begleiter jault, wenn ich doch paar Meter schneller bin als er. Einen großen Teil muss ich teils laufen, da ich absolut kein Risiko eingehen möchte. Fast ganz unten rolle ich entlang der Google Maps Aufnahme aus: Ein trockenes Flussbett. Nun gut, man kann nicht immer einen Flow Trail erwarten. Wir machen einen Hacken an den El Tromen, der uns den Zustieg leider verweigert.

El Tromen ha dicho que no!

Wir duschen für 0,50€ (beide!) an einem Campingplatz und verbringen eine weitere Nacht am Fluss in Chos Malal. Die nächste Etappe geht wieder nach Chile und es wird eine lange Fahrt.

El Tromen ha dicho que no!

Alleingang auf dem Copahue

Alleingang auf dem Copahue

Wir nehmen uns den ersten aktiven Vulkan vor

Am Vortag haben wir es noch rechtzeitig geschafft über die Grenze zwischen Argentinien und Chile zu fahren. Die kleineren Grenzübergänge schließen spätestens um 20 Uhr. Wir entscheiden uns, direkt zum nächsten Projekt zu fahren und schlagen unser Lager kurz vor Mitternacht auf. Es riecht nach Schwefel. Zusätzlich hören wir ein lautes, stetiges Zischen, das wir weder lokalisieren noch zuordnen können. Der Sonnenaufgang am nächsten Morgen, gepaart mit Bergseen und einem dampfenden Vulkan, lädt zu einem verlängerten Frühstück ein. Hier wird auch klar, woher das undefinierbare Zischen kommt: Es ist eine Geothermie Anlage, die die Wärme in den nächsten Ort transportiert.

Alleingang auf dem Copahue

Der Copahue ist 2950m hoch, die Forstpiste endet bei 2200m und ab hier beginnt der Trail: Eine entspannte Halbtagestour. Der aktive, ringsum vergletscherte Krater könnte ein beeindruckendes Panorama bieten. Flo ist erkältungsbedingt noch immer außer Gefecht. So mache ich mich alleine auf den Weg, während er an einem der Seen auf mich wartet. Der Trail verläuft zunächst gut sichtbar und eingelaufen durch die karge Felslandschaft. Die vielen Kurven versprechen ordentlichen Techflow in der Abfahrt! Der Weg führ vorbei an einem dampfenden Flussbett, dessen warmes Wasser den Gletscher metertief ausgespült hat. Als ich realisiere, dass ich auf ebendiesem Gletscher stehe, der mit schwarzem Vulkansand bedeckt ist, mache ich paar Schritte zurück.

Alleingang auf dem Copahue

Die letzten 300 Höhenmeter sind weglos, es geht durch den losen Sand bis zum Gipfel hinauf. Zwei Wanderer vor mir mühen sich mit dem Gelände genauso ab, wie ich. Doch ich entscheide mich nicht den direkten Weg zu gehen, sondern laufe serpentinenmäßig den Hang hinauf. Das funktioniert erstaunlich gut und ich komme zeitgleich mit den beiden Wanderern am Krater an. „Binissimo!“ schallt es mir entgegen. Da kann ich nur zustimmen. Der Krater hat zwei Seen: Aus dem einen dampft es gehörig, der zweite, tiefer gelegene, scheint kälter zu sein. Der Gletscher hängt über dem dampfenden Kratersee und schmilzt hinein. Hin und wieder dreht der Wind und man bekommt eine ordentliche Ladung Schwefeldampf ab.

Alleingang auf dem Copahue
Alleingang auf dem Copahue

Ich warte, bis die Wanderer den losen Bereich verlassen haben und nutze die Zeit für ein ausgedehntes Vesper. Die Abfahrt beginnt mit dem Surfen durch den schwarzen Lavasand. Der Untergrund wechselt ständig und ich ziehe lange Kurven in den Hang. Spaß pur: Nicht bremsen, sonst gräbt sich das Rad ein – Gegenlenken ist angesagt! Kaum habe ich mich an den Untergrund gewöhnt, ist der steile Hang auch zu ende. Eine Gruppe Wanderer mit Guide hat die Abfahrt von unten gefilmt, wir alle haben ein breites Grinsen im Gesicht. Wir kommen ins Gespräch und der Guide bedankt sich für die Show – keine Spur vom Nicht-Willkommensein als Biker! Ich kurbele wieder an, fahre am dampfenden Flussbett entlang und koste den Techflow voll aus, bis ich wieder an der Forstpiste ankomme. Beim Ausrollen auf der Forstpiste sehe ich unseren unverkennbaren Bus unten zwischen den Seen. Kurz darauf taucht auch ein Trail auf, der in dieselbe Richtung zu gehen scheint: Bingo! Noch gut 200 Höhenmeter Forstpiste gegen Trail eingetauscht und schon bin ich am Bus.

Alleingang auf dem Copahue

Ich mache von unserer open-air Dusche am Bus Gebrauch, wir packen zusammen und fahren wieder zurück in den nächsten Ort. Der Tank ist fast leer, ebenso unser Kühlschrank. Auf dem Rückweg sehen wir verlassene Thermalbäder. Die Dächer der Hütten sind eingebrochen, aber es dampft immer noch dort heraus – ein bizarres Bild. Das Gelände ist abgesperrt, so vergnügen wir uns mit brodelnden Schlammlöchern und dampfenden Flüssen außerhalb.

Alleingang auf dem Copahue

Im Ort angekommen decken wir uns mit Lebensmitteln ein. Die Tankstelle, die um 17 Uhr schließt, hat kein Benzin mehr für uns – da sind wir wieder froh über unsere Spritreserven auf dem Dach. Lehrreich! Hätten wir keine Reservekanister, würden wir nicht mehr so leicht aus dem Tal rauskommen. Es ist noch früh am Abend und wir haben weitere 150km Dirtroad  bis zum nächsten Projekt. Weitergehts!


Motorschaden und Bikeverbote

Motorprobleme und Bikeverbote

Ab in den Süden

Da uns die Erkältung nach wie vor plagt, lassen wir alle großen Projekte bis zum südlichsten Punkt unseres Roadtrips für’s Erste aus. Beim Autofahren wird man eher gesund, als wenn man 2200 Höhenmeter auf einen Berg mit 4700 Metern steigt 😉 Zu allem Überfluss gibt auch noch der Spannungswandler auf 220 Volt den Geist auf – und das nach nur dreimaligem Einsatz. Es ist garnicht so leicht, hier Ersatz zu finden. Nach einem Tag Suche und 70 Kilometer Umweg gelingt es uns doch noch!

Nach Süden fahren bedeutet auch, dass uns unsere Route nun nach Chile verschlägt. Da wird es in Punkto Biken spannend: Eigentlich liegen alle für uns interessanten Berge in Nationalparks und Reservaten. Ein paar Parks haben uns auf Mailanfrage bereits Absagen erteilt. Für Nationalparks scheint es quasi ein generelles Bikeverbot zu geben, obwohl uns das keiner bestätigen wollte. Die restlichen Parks haben nicht geantwortet oder wir kamen per Telefon nicht zu einer Antwort. Unsere Hoffnung ist, dass die Reservate weniger strenge Auflagen haben und das Biken dort erlaubt sein könnte. Also mal hinfahren und fragen! Einfach fahren gehen ist dort riskant, da man in die meisten Parks nicht mal rein kommt, ohne Eintritt zu zahlen. Obendrein sind dort auch Ranger unterwegs.

Die Fahrt bis zur chilenisch Grenze verläuft fast nur noch über Dirtroads. Mit der Zeit wird das Gerüttel doch etwas lästig und das Innere des Autos zum Staubfänger. Aber je näher wir der Grenze kommen, desto grüner wird die Landschaft. Ziemlich abgespacte Bäume wachsen hier. Wir passieren eine Seenlandschaft, die geradewegs aus Kanada oder Neuseeland stammen könnte. Der Grenzübertritt gestaltet sich unkompliziert – wir müssen nur etwas warten, weil scheinbar halb Chile in Argentinien shoppen war.

Motorschaden und Bikeverbote
Motorschaden und Bikeverbote
Motorschaden und Bikeverbote
Motorschaden und Bikeverbote

Bikeverbote und keine Alternativen

Die Forstpiste zu unseren Zielberg gestaltet sich anspruchsvoll und ist saumäßig steil. Gerade so kommen wir hoch, kochen noch schnell und gehen schlafen.
Am nächsten Morgen ist der Ranger, der den Eintritt kassiert, ziemlich erstaunt. Wie wir mit dem Auto da hoch gekommen seien, fragt er. Einfach hochgefahren eben.

Die Frage der Bikeerlaubnis beantwortet er sehr schnell mit nein. Wir könnten aber auf der Forstpiste fahren, wenn wir wollten; am Berg könne man sowieso nicht fahren. Wollen wir aber nicht, deshalb zeigen wir ihm Fotos, dass wir am Berg doch fahren könnten. Das versteht er, verboten bleibt es aber dennoch. Er macht uns das Angebot, dass wenn er ab 18 Uhr weg ist, wir hoch könnten – er weiß von nix. Morgens hoch bevor er da ist, geht nicht, weil uns dann tagsüber Wanderer sehen könnten. Zwei Stunden bis Sonnenuntergang für eine 1000 Höhenmetertour ist aber zu knapp. Und so ziehen wir wieder von dannen.

Motorschaden und Bikeverbote

Probleme mit dem Motor

Seit einigen Kilometern ist uns ein unrunder Leerlauf des Motors aufgefallen. Dieses Problem eskaliert leider gerade jetzt, als wir die steile Forstpiste wieder runter fahren müssen. Der Motor läuft so unrund, dass er im Leerlauf einfach aus geht. Das ist nicht gerade gut, denn dann funktioniert weder die Servolenkung noch der Bremskraftverstärker. Dieses Problem ist bei den alten Ford Transit bekannt und liegt in der Regel an einem undichten Abgasrückführungsventil. Zum Glück haben wir ein solches als Ersatz dabei und tauschen es aus. Mist! – Das Problem besteht weiterhin. Also die komplette Forstpiste mit Motorbremse abfahren, damit er nicht ausgehen kann. Im Tal halten wir nochmal, um das Ventil erneut zu kontrollieren. Die böse Überraschung: das Rohr hinter den Ventilflansch ist abgebrochen, was aufgrund der ungünstigen Lage im Motorraum kaum zu sehen ist. Vermutlich von dem Gerüttel auf den Dirtroads. Laut Internet kann man das Ventil einfach abklemmen und das Rohr verschließen. Dadurch werden zwar die Abgaswerte schlechter, aber der Motor sollte normal laufen. Zum Glück haben wir 50 Meter hinter einer Werkstatt gehalten. Der Mechaniker meint auf die Frage nach einem passenden Verschluss nur: baut das Rohr aus, ich schweiß euch das schnell!

Gesagt getan – nach nicht mal einer Stunde ist das Rohr ausgebaut, für 3 Euro geschweißt und wieder eingebaut. Der Motor läuft wieder wie eine Eins! Manchmal schadet es nicht, ein altes, einfaches Auto ohne viel Elektronik zu haben.

Wir fahren zurück nach Argentinien zum nächsten Bikeprojekt – und hier darf man auch fahren!

Motorschaden und Bikeverbote
Motorschaden und Bikeverbote
Motorschaden und Bikeverbote

Die schwarze Mondlandschaft

Die schwarze Mondlandschaft

Ankunft in einer anderen Welt

Bombenkrater und Canyons im Miniaturformat zieren den Feldweg, der uns in die recherchierte Mondlandschaft bringen soll. Der Weg ist dermaßen ausgespült, dass wir nur im ersten Gang fahren können. Unser Feuerwehrauto neigt sich von rechts nach links, verschwindet zur Hälfte in Löchern – aber es bliebt nie stecken. Vicuñas ziehen gemütlich durch die karge Landschaft. Nach rund drei Stunden Geschaukel ist Ankunft auf dem Mond. Wir haben es tatsächlich geschafft, kein Wegabschnitt war unpassierbar für unser Auto.

Runde und weiche Hügel sowie kleine Vulkankrater bestimmen jetzt das Landschaftsbild. Übersäht mit feinkörnigem, schwarzen Lavagestein wie ein Streuselkuchen. Wir sind baff. Die Gegend wirkt so surreal, aber wir stehen mitten drin. Bevor wir die Bikes auspacken, spazieren wir erst mal etwas umher und lassen die Mondlandschaft auf uns wirken.

Die schwarze Mondlandschaft
Die schwarze Mondlandschaft

Der erste Trail

Der ursprüngliche Plan war, in dieser unwirklichen Landschaft die Hänge abzusurfen. Aber es sind scheinbar doch ab und zu Leute hier, denn wir entdecken einen Trail, der auf einen der Vulkankrater führt – also Planänderung und Sparprogramm, da wir beide noch erkältet sind.

Der Aufstieg verläuft über den Grat des explodierten Kraters. Da müssen Kräfte am Werk gewesen sein – unvorstellbar. Der Kraterrand ist auf bestimmt 350 Höhenmetern weggesprengt; aus dieser Kerbe ergießt sich ein kilometerlanger, erstarrter Lavastrom. Auch bei uns sind unvorstellbare Kräfte am Werk: der Wind bläst sicher mit 50 Stundenkilometern über den Berg hinweg. Zudem ist das Lavagestein so bröselig, dass wir bei fast jedem Schritt zu kämpfen haben.

Die schwarze Mondlandschaft
Die schwarze Mondlandschaft
Die schwarze Mondlandschaft

Endlich stehen wir oben und erblicken zum ersten Mal das gesamte Ausmaß der Vulkanlandschaft. Erstarrte, schwarze Lavaströme ergießen sich gut 40 Kilometer durch’s Land. Kleine und große Vulkankegel sieht man bis zum Horizont. Das Wechselspiel aus schwarzer Lava und dürrem Gras schafft interessante Formen und Formationen.

Wir machen uns an die Abfahrt. Der Tiefblick über den Kratergrat ist überwältigend und lenkt hin und wieder vom Trail ab. Das lose Vulkangestein bietet kaum Grip und so ist mitschwimmen angesagt. Die ersten Meter sind noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach kurzer Einschwimmphase klappt alles wunderbar. Viel zu schnell sind wir wieder am Auto – dafür aber mit breitem Grinsen. Unser erster gemeinsamer Trail in Südamerika! Auch wenn es für uns Patienten nur 250 Höhenmeter waren.

Die schwarze Mondlandschaft
Die schwarze Mondlandschaft
Die schwarze Mondlandschaft

Da uns die Landschaft so gut gefällt, bleiben wir über Nacht. Hier auf 2000 Meter dürfte ein toller Sternenhimmel sichtbar sein. In der Abendsonne machen wir noch ein paar Fotos und kochen gemütlich. Mit dem Sternenhimmel haben wir uns nicht getäuscht: Er ist sichtbar in voller Pracht. Dabei fällt mir auf: Ich habe noch nie den Sternenhimmel der Südhalbkugel gesehen.

Die schwarze Mondlandschaft
Die schwarze Mondlandschaft
Die schwarze Mondlandschaft
Die schwarze Mondlandschaft
Die schwarze Mondlandschaft

Der Sonnenaufgang am nächsten Morgen präsentiert uns die Landschaft noch einmal in ihrer ganzen Pracht. So macht auch die lange Abreise über den Feldweg Spaß!

Die schwarze Mondlandschaft
Die schwarze Mondlandschaft
Die schwarze Mondlandschaft
Die schwarze Mondlandschaft
Die schwarze Mondlandschaft
Die schwarze Mondlandschaft

Hit the road - ab nach Westen

Hit the road – ab nach Westen

Behördenrennerei sondergleichen – endlich haben wir das Auto!

Wir haben unser Auto! Zwei Tage waren sämtliche Behörden und die Hafeninstitutionen geschlossen – wegen Karneval. Tags darauf, als alles offen ist, geht die Behördenrennerei los. Zuerst zur Direccion Nacional de Migracion, eine Bestätigung abholen, dass wir da sind. Dann zur KMA – die Agentur, die die Fracht der Schifffahrtsgesellschaft Grimaldi abwickelt. Bereits hier beginnt das Chaos: der original BL (Bill of Lading) fehlt und wurde von Grimaldi offensichtlich noch nicht zugesandt. Wir warten und warten und hängen uns schließlich ans Telefon, da die KMA dazu nicht in der Lage ist. Und siehe da – nach bereits sechs Stunden schafft es die KMA dann doch, ihre Mails richtig zu lesen und festzustellen, dass der BL doch schon da ist. Bravo!

Die Zeit wird knapp; wir rennen zum Zoll und beantragen unsere Papiere. Da der Zoll nicht in der Lage ist, zwischen Maximalgewicht und aktuellem Fahrzeuggewicht zu unterscheiden, müssen wir in den Hafen zu Rilcomar – das Logistikunternehmen des Hafens. Die sollen unser Auto wiegen. Das wollen oder dürfen die aber nicht – nachdem der Bedienstete von Rilcomar das dem Zoll in einem 15 minütigen Telefongespräch klar gemacht hat, müssen wir zurück zum Zoll unsere Papiere abholen. Damit sprinten wir zur Hafenbehörde – Geld abgeben. Leider ist unser Sprint zu langsam; wir kommen drei Minuten zu spät.

Am nächsten Morgen sind wir die Ersten und wundern uns, dass wir anstatt etwa $700 nur $31 Hafengebühren zahlen müssen. Uns soll’s recht sein! Dann geht’s wieder zum Zoll – die Zahlungsbestätigung abgeben und eine Nummer abhlolen. Anschließend wieder in den Hafen zu Rilcomar, eine weitere Nummer abholen. Mit den Nummern zu Buquebus die Fahrerlaubnis abholen. Wieder zu Rilcomar die Fahrerlaubnis vorzeigen, um das Auto frei zu bekommen, hier stimmt aber eine Nummer nicht. Also wieder zum Zoll die richtige Nummer holen. Und wieder zu Rilcomar: endlich – nach eineinhalb Tagen Rennerei haben wir unser Auto!

Einladen, tanken, Gasflasche auffüllen, Proviant kaufen und ab Richtung Westen. Die Anden warten!

Hit the road - ab nach Westen

Durch die Kornkammer der Welt?

Wir cruisen durch Uruguay der Argentinischen Grenze entgegen. Von der bestens ausgebauten Autobahn sehen wir das erste Mal mehr als die Innenstadt von Montevideo. Auf den ersten Kilometern zieht das Meer an uns vorbei. Erneuerbare Energien spielen in Uruguay scheinbar eine große Rolle – es stehen unzählige Windräder in der Gegend herum.

Das Land ist kaum besiedelt. Als wir die Küste verlassen, wird die Landschaft karg und trocken. Kilometerweite Weideflächen für Rinder und Pferde, endlose Mais- und Erdnussfelder säumen die Straßen. Zwischen den einzelnen Dörfern liegen schnell mal 50 KIilometer – dazwischen nur Hügel mit Feldern und Weiden.

Hit the road - ab nach Westen
Hit the road - Ab nach Westen

Immer wieder queren wir Flüsse bis wir schließlich an die Grenze zu Argentinien kommen. Über den Grenzfluss führt eine kilometerlange Brücke. Das Land wir topfeben. Mit der Zeit wechseln sich nur mehr Weiden und riesige Getreidefelder ab. Korn bis zum Horizont! Zwischendurch queren wir eine 60 Kilometer breite Sumpf- und Flusslandschaft. Dahinter türmt sich die Skyline der nächsten großen Stadt empor.

Hit the road - an nach Westen
Hit the road - an nach Westen
Hit the road - an nach Westen
Hit the road - an nach Westen

Mit der Zeit wird der Straßenverlauf monoton: 40 – 60 Kilometer schnurstracks geradeaus ohne Kurve sind keine Seltenheit mehr. Je weiter westlich wir kommen, desto trockener wird die Gegend. Das Korn verschwindet, es ist nur noch Viehwirtschaft möglich. Diese verliert sich irgendwann in trockenen Busch- und Strauchlandschaften – immer wieder verwüstet von großflächigen Bränden. Das längste Straßenstück ohne Kurve liegt jetzt bei unglaublichen 120 Kilometern!

Nach zwei Tagen Fahrt erreichen wir San Rafael – das Tor zur Wüste; die letzte größere Stadt. Wir decken uns mit Lebensmitteln und Wasser führ mehrere Tage ein. Der letzte Abschnitt der Route hatte auf über 230km keine Tankstelle und wir halten es für sinnvoll in einen 20l Benzinkanister zu investieren. Die ersten Dirtroads warten auf uns. Wir sind gespannt, wie unser Ford Transit darauf reagiert. Eines ist jetzt schon sicher: Wir fallen auf mit dem Feuerwehrauto und werden immer wieder darauf angesprochen.

Hit the road - ab nach Westen
Hit the road - ab nach Westen
Hit the road - ab nach Westen
Hit the road - ab nach Westen

Leider hat es uns beide mit einer Erkältung erwischt und so beschließen wir, die Route etwas umzulegen und ein größeres Projekt gegen ein kleineres einzutauschen. Das bedeutet: weiter rein in die Wüste. Endlich tauchen die ersten Berge in der Ferne auf. Wir fahren an Salzseen vorbei und sind fasziniert von der unendlichen Weite dieser Hochebenen- und Bergwelt. Auch wenn die Autofahrt jetzt mal ein Ende haben dürfte – hier durch zu cruisen macht echt Spaß!

Das neue Ziel liegt mitten in der Wüste. Zunächst etwa 60 Kilometer auf einer normalen Dirtroad, dann noch weitere 35 Kilometer auf einem Feldweg in die Pampa. Ziel ist eine Gegend, die von Vulkankegeln regelrecht übersäht ist. Die Landschaft ist durch das Vulkangestein komplett schwarz. Wir sind gespannt.
Der Abend rückt näher und auch die Gewitterfront, die plötzlich vor uns aufzieht. Kaum sind wir die ersten 15 Kilometer Dirtroad gefahren, fängt es an zu schütten! Und das mitten in der Wüste. Aus Eimern. Die Dirtroad verwandelt sich in einen Fluss. Alles steht unter Wasser, teils 20 Zentimeter tief. Fast bleiben wir stecken – da hilft nur Vollgas und durch. Glück gehabt! Nach fast 1,5 Stunden Fahrt über die überschwemmte Straße kommen wir am geplanten Schlafplatz an. Dieser befindet sich kurz vor einer Flussquerung.
Die böse aber vermutete Überraschung am nächsten Morgen: die Regenfälle haben die komplette Straße im Flussbett weggeschwemmt. Da ist kein Durchkommen mehr. Das heißt für uns: ca 120 Kilometer Umweg, um unser Ziel von der anderen Seite anzufahren. Fortsetzung folgt!

Hit the road - ab nach Westen
Hit the road - ab nach Westen
Hit the road - ab nach Westen

Trailhunter - Fotoreise durch Montevideo

Montevideo - eine Bilderreise

Kein Auto - kein Roadtrip - dafür Sightseeing

Wir hängen fest! Genauer gesagt unser Auto. Und ohne dieses kommen wir nicht aus Uruguay weg in die Anden. Unser Auto hängt fest, weil Karneval ist. Alle Behörden und Institutionen haben zu.
Was macht man, wenn man in einer Hafenstadt festhängt? Richtig, man sucht schnurstracks das Meer auf. Und das ist ganz anders, als erwartet. Man würde denken, dass eine große Stadt ein pulsierendes Strandleben hat und neben Bademöglichkeiten ein paar schöne Places to be. Falsch gedacht – die Küste entpuppt sich als eher monoton. Es gibt kaum Zugänge zum Wasser und die Einheimischen scheinen sich auch nicht groß für’s Meer zu interessieren. Bis auf die zahlreich vertretenen Angler passiert hier an der Küste nicht viel – obwohl tolle Badetemperaturen herrschen und eine schöne Brise für ein bissl Windsurfaction anstehet.

Trailhunter an der Promenade von Montevideo

Nach kurzer Badesession ziehen wir eine Runde durch die Stadt. Es gibt viele monumentale Gebäude aus der Kolonialzeit. Teils prunkvoll verziert, stechen sie aus dem Stadtbild heraus – genau wie die sporadisch verteilten, richtig modernen Gebäude. Der Rest der Stadt wirkt teils nur begrenzt einladend. Gebäude sind oft heruntergekommen und es liegt viel Müll in der Gegend herum.

Trailhunter Kolonialgebäude
Trailhunter moderne Architektur
Trailhunter Licht in den Gassen
Trailhunter ein Wohntraum
Trailhunter architektonische Meisterwerke

Wir drehen eine ausgedehnte Runde durch die Stadt – dabei stellen wir fest, dass der Place to be für uns trotz allem einfach am Meer ist. Also auf zum Sonnenuntergang an der Mole.

Die Müllabfuhr in Montevideo
Der Weg zum Meer

Die Anzahl der Angler hat sich fast verdoppelt – am Abend zieht das Meer also doch noch mehr Leute an. Und auch für uns lohnt sich der zweite Besuch: ein paar große Schiffe verlassen passend zum Sonnenuntergang den Hafen und die ganze Szenerie wird in goldenes Licht getaucht. Da ist es nicht die schlechteste Wahl, mit einer Flasche Bier auf der Mole zu sitzen und das Spektakel zu genießen!

Der Containerhafen
Die Kreuzfahrt in den Sonnenuntergang
Traumhafter Sonnenuntergang
Trailhunter - Fotoreise durch Montevideo

Trailhunter_Südamerika_Gepäck

Ankunft und Chaos

Endlich geht's los!

Sonntag. Taschen gepackt, Fahrräder in die Kartons gesteckt und ab ins Auto bzw. in den Zug. Wir treffen uns am Frankfurter Flughafen, jonglieren mit unserem Gepäck und der Kofferwaage. Wir dürfen die Gepäckgrenze unserer Airline von spärlichen 23kg nicht überschreiten. Und dann endlich: Abflug. 24 Stunden, nachdem wir die Haustüren zugezogen haben, schmeißen wir die Tür des Taxis hier in Uruguay wieder zu.

Bienvenido a Montevideo!

Trailhunter_Südamerika_Gepäck

Lagecheck und Alternativprogramm

Kurz vor dem Abflug haben wir die Ankunftsbestätigung von der Reederei über den Autotransport bekommen. Die Zusatzinformation, dass der Hafen am Montag und am Dienstag geschlossen bleibt, können wir erstmal nicht nachvollziehen. Eine kurze Recherche klärt auf: Karneval. Bis Mittwoch bleiben alle für uns relevanten Behörden zum Ausschiffen geschlossen.

Trailhunter Südamerika Reise Flug

Wir nehmen es entspannt und machen uns ein Bild von Montevideo mit Empanadas, Kaffee und Eis. Erste Begegnungen mit Locals lassen das Vagabundenherz höher schlagen und wir werden auch gleich auf Mate Tee eingeladen. Mit anderen Reisenden spinnen wir über den Sinn des Lebens und verbringen den halben Tag zwischen Anglern am Meer: Die Reisestimmung nimmt Fahrt auf. Wir leider nicht, doch wir hoffen bis Mittwoch an unser Auto zu kommen und Uruguay an der Argentinischen Grenze hinter uns zu lassen.


Das Auto fährt vor

Leinen los! Unser Zuhause fährt schonmal vor.

Ob es jetzt Schnee, Regen oder Schneeregen ist, lässt sich nicht gewiss sagen. In meinen Augen das perfekte Reisewetter, wenn man weiß, dass es in wenigen Wochen durch tropische Klimabedingungen weitergeht. Gepäck, Equipment und Ersatzteile, welche mit dem Schiff nach Südamerika gehen, werden im hinteren Laderaum des Transits seesicher untergebracht. Und schon geht es auf die Autobahn in Richtung Hamburger Hafen.

Am O’swaldkai Terminal am Hamburger Hafen angekommen ist der Papierkram schnell erledigt und ich stelle mich in den LKW Stau: zwischen Liebherr Radladern für Nordamerika, Schrott-LKWs auf noch-nicht-so-ganz-Schrott-LKWs nach Afrika, deren Innenräume mit Ersatzteilen, Matratzen und sonst was gefüllt sind, nagelneue Bombarderos Löschfahrzeuge für Chile, Pumpfahrzeuge für Saudi Arabien und so weiter. Ein unscheinbarer Container ist unser aller Ziel – hier gebe ich die Papiere ab. Die Frage, ob das Fahrzeug läuft, scheint gewöhnlich zu sein. Sollte das nicht der Fall sein, wird mit entsprechenden Mitteln nachgeholfen. 

Ich fahre unseren Transit auf Spur 1 und warte zwei Stunden im Schnee (Schneeregen?) und Nordwind auf den Kollegen, der unser Auto auf Schäden inspiziert, vermisst und die Ladungssicherung kontrolliert. Wir entscheiden uns kurzum den Innenraum komplett leer zu räumen, um allen Eventualitäten vorzubeugen. Das gesamte Gepäck, das mit aufs Schiff geht, findet Platz im hinteren, abschließbaren Teil unseres Autos. Alles festgezurrt und verstaut schiebe ich den Riegel des Laderaumes vor, schließe alle Fenster und Türen. Im unscheinbaren Container tausche ich den Schlüssel gegen Unterschrift, Stempel und Schadensbericht. Es bleibt nur noch Adios zu sagen – jetzt liegt es an der Reederei, dass wir in ein paar Wochen den Transit in Montevideo wieder in Empfang nehmen können.

Einige Tage später erhalte ich von der Reederei den BOL (bill of loading) und die Information, wie das Schiff online verfolgt werden kann. So können wir sehen, wo sich unser Auto befindet und ob der Fahrplan eingehalten wird.

Da nun diese Hürde geschafft ist, verlassen wir uns auf den Fahrplan der Reederei und buchen unsere Flüge. Geschafft! Der Termin wird dick im Kalender eingetragen und wir zählen die Tage bis zur Abreise. Doch dann kommt die Überraschung: Keine vier Tage vor Abflug zeigt der aktuelle Fahrplan: das Schiff verspätet sich – und zwar um ganze zehn Tage. Der erste Anruf des Tages geht an die Reederei, um die Info zu verifizieren, der zweite an das Reisebüro: wir fliegen eine Woche später los, um das Auto in Montevideo besser abzupassen. Ein paar wenige Tage mehr im nasskalten Europa werden wir noch aushalten und füllen diese mit weiterer Vorfreude auf die Abreise.


Trailhunter Gipfel³ -Bikebergsteigen auf 3 Gipfeln

Gipfel³

Einfach mal drei technische Gipfel an einem Tag befahren

Abgelegen, Kuhwieseneierei, ewige Höhenmetervernichtung auf Forstpiste – manch ein Gipfel liegt so ungünstig, dass er sich im Gesamtpaket einfach nicht lohnt; auch wenn der obere Teil einen tollen Trail bieten könnte. Eine Zwickmühle: einerseits will man den Gipfel unbedingt befahren, andererseits will man sich das Geeier untenrum ersparen. Was also tun?

Man kann zum Beispiel einfach drei Gipfel zu einer ausgedehnten Tour kombinieren und muss dazwischen nie bis ins Tal abfahren. Eigentlich eine gute Idee. Wir wagen das Experiment.

Trailhunter Gipfel hoch 3

Um den Hatsch bis zum ersten Gipfel möglichst gering zu halten, steigen wir einen alten Wanderweg auf, der vermutlich wegen einem Erdrutsch nicht mehr in den Karten verzeichnet ist. Der Einstieg ist auch erst mit etwas Sucherei auffindbar. Weiter oben steigen wir durch losen Schotter auf. Kein schöner Aufstieg, dennoch spart er uns zu allen anderen Varianten bestimmt 1,5h Zustieg.
etwas geschlaucht stehen wir schließlich am Grat, der alle drei Gipfel miteinander verbindet. Jetzt nur noch ein bissl queren und 400 Höhenmeter aufsteigen – und schon stehen wir auf dem ersten Gipfel!

Trailhunter Gipfel hoch 3
Trailhunter Gipfel hoch 3

Der erste Gipfel bietet ein großartiges Panorama auf die nächsten beiden Gipfel der Tour und ein paar Seen direkt unter uns. Jetzt gibt’s erst mal die verdiente Gipfelpause!

Trailhunter Gipfel hoch 3
Trailhunter Gipfel hoch 3
Trailhunter Gipfel hoch 3

In der Abfahrt vom Gipfel Nr. 1 geht es auch gleich ordentlich zur Sache: ein paar steile Felspassagen mit engen Ausfahrten machen die Abfahrt von Beginn an sehr spannend. Viele enge Spitzkehren mit richtig hohen Stufen und wenig Fallzone sorgen für das perfekte Maß an technischem Anspruch. Gipfel Nr. 1 ist also ein voller Erfolg.

Umziehen, Bike schultern und auf geht’s zum Gipfel Nr. 2. Dies ist der kleinste Gipfel unserer Tour. Bereits nach 300 Höhenmetern stehen wir oben. Die Abfahrt ist eher unspektakulär, verläuft aber zu Beginn schön auf einem Grat.

Trailhunter Gipfel hoch 3
Trailhunter Gipfel hoch 3
Trailhunter Gipfel hoch 3

Gipfel Nr. 3 ist schließlich der Endgegner. Hier warten noch 600 Höhenmeter Aufstieg auf uns. Die Abfahrt ist uns bereits bekannt und sie hat technisch so einiges zu bieten: sie beherbergt die Mutter aller technischen Stellen, sowie die Tochter und die Großmutter! Das Highlight kommt also zum Schluss.
Doch bereits auf den ersten Metern des Aufstieges wird der Himmel über uns immer dunkler. Es dauert nicht lange, bis die ersten Regentropfen fallen. Und wiederum dauert es nicht lange, bis uns die ersten Blitze um die Ohren fliegen. Wir stehen mitten im einzigen Gewitter weit und breit. Es schüttet aus Eimern. Die Abfahrt bereitet uns große Sorgen, denn bei Nässe ist der rundliche Fels und der Lehmboden äußerst rutschig. Ob wir bei solch einer Nässe überhaupt die Hälfte des Trails fahren können?

Wir sind bereits nass bis auf die Unterhose, als wir endlich in die Abfahrt starten können. Jetzt kommt die Stunde der Wahrheit. Was wird gehen? Die Reifen sind auch gleich so richtig schön zugesetzt, aber trotzdem lassen sich erstaunlich viele kniffelige Stellen lösen! Wir sind zwar komplett durchnässt, aber wenigstens können wir fast alles fahren.
Pünktlich zur Ankunft im Tal hört der Regen auf. Trotz Gewitterdusche ist das Projekt Gipfel³ ein Erfolg und kann so durchaus wiederholt werden. Das nächste Mal aber ohne Regen!