Kein Auto - kein Roadtrip - dafür Sightseeing

Wir hängen fest! Genauer gesagt unser Auto. Und ohne dieses kommen wir nicht aus Uruguay weg in die Anden. Unser Auto hängt fest, weil Karneval ist. Alle Behörden und Institutionen haben zu.
Was macht man, wenn man in einer Hafenstadt festhängt? Richtig, man sucht schnurstracks das Meer auf. Und das ist ganz anders, als erwartet. Man würde denken, dass eine große Stadt ein pulsierendes Strandleben hat und neben Bademöglichkeiten ein paar schöne Places to be. Falsch gedacht – die Küste entpuppt sich als eher monoton. Es gibt kaum Zugänge zum Wasser und die Einheimischen scheinen sich auch nicht groß für’s Meer zu interessieren. Bis auf die zahlreich vertretenen Angler passiert hier an der Küste nicht viel – obwohl tolle Badetemperaturen herrschen und eine schöne Brise für ein bissl Windsurfaction anstehet.

Nach kurzer Badesession ziehen wir eine Runde durch die Stadt. Es gibt viele monumentale Gebäude aus der Kolonialzeit. Teils prunkvoll verziert, stechen sie aus dem Stadtbild heraus – genau wie die sporadisch verteilten, richtig modernen Gebäude. Der Rest der Stadt wirkt teils nur begrenzt einladend. Gebäude sind oft heruntergekommen und es liegt viel Müll in der Gegend herum.

Wir drehen eine ausgedehnte Runde durch die Stadt – dabei stellen wir fest, dass der Place to be für uns trotz allem einfach am Meer ist. Also auf zum Sonnenuntergang an der Mole.

Die Anzahl der Angler hat sich fast verdoppelt – am Abend zieht das Meer also doch noch mehr Leute an. Und auch für uns lohnt sich der zweite Besuch: ein paar große Schiffe verlassen passend zum Sonnenuntergang den Hafen und die ganze Szenerie wird in goldenes Licht getaucht. Da ist es nicht die schlechteste Wahl, mit einer Flasche Bier auf der Mole zu sitzen und das Spektakel zu genießen!

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