Scheinbar nicht so unscheinbar

Hin und wieder gibt’s das noch: Neuland am Berg, oder unentdeckte Trails. Beinahe ein Jahrzehnt hat sich unser heutiger Trail vor uns versteckt gehalten. Getarnt als schwarz gepunkteter Weg fristete er sein unscheinbares Dasein in der Kompasskarte. Verborgen in einer Region, die bislang nicht mit Sahnetrails überzeugen konnte. Doch das ändert sich heute.

Gleich vom Gipfel weg stellt der Trail klar, dass seine Entdeckung zu den großartigsten unserer Zeit gehören wird. Denn Vorarlberg und die nahe Umgebung ist abgegrast – Neuland gibt es praktisch nicht mehr.
Leicht ausgesetzt wurschteln wir uns die ersten Spitzkehren nach unten. Garniert mit viel Steilheit und Fels fordern die Kehren gleich vollen Einsatz. Feinstes Gebastel vom Start weg.

Nach diesem grandiosen Start führt der weitere Verlauf auf einen felsigen Grat. Auch hier bleibt es technisch anspruchsvoll: Enge Durchschlüpfe zwischen Felsblöcken  oder ein Balanceakt über die Blöcke bringen uns ins Schwitzen. Der Trail rockt im Abschnitt der Steine.

Der Trail fällt ab in die östliche Flanke; Spitzkehren bestimmen wieder den Charakter. Teils sind diese so eng, dass sie den ein oder anderen Versuch fordern, bis wir sie knacken können. Die letzten 700 Höhenmeter sind bestes Flowtechgelände. Fröhlich wedelnd düsen wir den Seen im Tal entgegen.
Eins steht fest: Das Neuland wird in den Altbestand übergehen!