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Stocher(dr)ama

Einer der wenigen noch unerforschten Felsblöcke in der Gegend wollen wir biketechnisch erkunden. Optisch sieht der Berg nach bestem Slickrockvergnügen aus! Weil aber die Anfahrt ewig ist und in der Abfahrt massig Höhenmeter sinnlos vernichtet werden, haben wir bisher einen Bogen darum gemacht. Doch kombiniert mit einem Klassiker und Hüttenübernachtung lohnt sich die ganze Unternehmung dann doch wieder. Das Projekt steht also.

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Yeah! Fels, bald wirst du unter unseren spitzen Stollen winseln

Los geht ‘s in die steilen Hänge zum Klassiker. Je höher wir kommen, desto schlechter wird das Wetter. Da kommt eine Höhle, die zufällig genau zur rechten Zeit am Wegrand auftaucht, genau richtig.

Der Regen lässt nach, wir steigen weiter und wir beschließen, den Gipfel auszulassen und stattdessen direkt zur Hütte zu steigen. Wir sind eben Schönwetterbiker und stehen dazu! Kurz vor der Weggabelung reißt der Himmel aber auf und wir haben wieder Sonne. Also doch auf zum Gipfel!

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Schönstes Felsgelände unter dem Gipfel

Gegen 17 Uhr sind wir oben und genießen den riesigen, sonst überbevölkerten Gipfel komplett allein. Auf der Abfahrt bauen wir einige Spielereien und Basteleien ein. Das Gelände ist ein großer Bikespielplatz. Problemstellen tun sich auf, Lösungen werden gefunden und Stylepunkte kassiert.

Pünktlich zum Abendessen kommen wir an der Hütte an. Zum herzhaften Essen gibt’s Gewitterpanorama über dem Allgäu.

Das Projekt endlich im Blick

Das Projekt endlich im Blick

Bäm, der nächste Morgen überzeugt mit strahlend blauem Himmel und dem lange ersehnten Projekt. Wir schlingen das Frühstück auf der Hütte herunter und marschieren voller Erwartungen dem unbekannten Felsklotz entgegen. Das Gelände sieht vielversprechend aus.

Aus nächster Nähe dann die Ernüchterung: das Gestein ist extrem zerfurcht und zerklüftet. Wirklich fahrbar sieht hier wenig aus. Die Enttäuschung ist groß, doch wir lassen nix unversucht und steigen auf dem Fels dem Gipfel entgegen. Gleich wird sich zeigen: fast alles fahrbar oder alles fast fahrbar.

Nur fast fahrbar...

Nur fast fahrbar…

Nach etwa 250 Höhenmetern im Fels entscheiden wir: das Gelände ist einfach zu bikefeindlich. Also auf in die Abfahrt und mitnehmen, was geht. Das ist leider nicht viel. Kaum 50 Meter am Stück lassen sich fahren, dann taucht wieder eine Furche auf, die einfach zu groß ist, um sie irgendwie fahrend zu überwinden. Flow kommt hier definitiv nicht auf. Dennoch gibt es hier und da eine nette Passage und so war das Projekt immerhin nicht komplett für die Katz.

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Fahrbar, aber nur wenige Meter

Also raus aus dem Gelände und rein ins nächste Gelände. Letzteres beinhaltet einen der verblocktesten Trails Vorarlbergs. Genau genommen handelt es sich dabei schon nicht mehr um einen Trail, sondern um eine Aneinanderreihung technischer Stellen. Und so kommen wir doch noch zur ersehnten, technisch anspruchsvollen Abfahrt – nur leider nicht auf schönen großen Felsplatten.

Endlich fahrbarer Trail!

Endlich fahrbarer Trail!

Was lernen wir aus dieser Geschichte? Nichts, denn wir wussten schon davor, dass Projekte auch mit dem Ergebnis “sinnlos” enden können. Kommt selten vor, aber dieses Mal war es leider so. Trotz allem hatten wir zwei tollen Tage in den Bergen!

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