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All you can ride

Schon lange existiert die Idee zu diesem Projekt. Einen erfolglosen Versuch gab es bereits – dieser scheiterte an dem zwei Zentimeter dicken Eispanzer, der den Berg zu dieser Zeit umhüllte. Andere Bikebergsteigergruppen scheiterten an zu viel Altschnee aus dem Winter. Aber jetzt ist es endlich so weit.

Über kurbelbare Umwege, die dann doch nicht gekurbelt werden, irrlichtern wir dem Berg entgegen. Aus den vermuteten drei Stunden Aufstieg werden fünf. Und als wir endlich oben stehen, hat das Wetter leider zu gemacht. Und das an einem Berg, der äußerst fotogen wäre. Und als wäre das nicht genug, merke ich beim Anrollen auf dem Gipfel, dass meine hintere Bremsscheibe voller Öl ist. Schnell zeigt sich: der Kolben ist undicht – warum auch immer?

Die ersten Meter klappen noch ganz gut – trotz quasi nicht vorhandener Bremskraft am Hinterrad. Und so lassen sich einige Felsplatten fahren. Überhaupt bietet der Berg spannende Lines. Platten, von steil bis ausgesetzt, hohe Stufen, schmale Simse. Besonders die Platten sind ein toller Spielplatz – Jeder findet seine Line: all you can ride!

Mit zunehmenden Tiefenmetern hat sich aber das Öl aus dem Kolben so weit verabschiedet, dass sich der Hebel bis an den Griff ziehen lässt. Die Bremskraft ist jetzt definitiv bei Null. Zu meiner Freude führt der untere Teil des Trails durch einen nassen Nordhang. Mit nur einer Bremse kaum fahrbar. Während die anderen immer wieder lange Wartepausen genießen können, genieße ich einen tollen Mix aus stochern und schieben. Dumm gelaufen. Da muss man wohl nochmal hoch!

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