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Italien mal anders

Mittwoch Abend, 22 Uhr. Tobi und ich sitzen im Auto und fahren über den Bernardinopass in Richtung Italien, genauer gesagt ins Aostatal. Vor uns liegen drei Tage Biken in einer der spektakulärsten Alpenlandschaften, die man sich vorstellen kann. Doch noch näher vor uns liegt, ohne dass wir es in diesem Moment schon wissen, ein Verkehrschaos sondergleichen im Raum Mailand. 30 km Baustelle, fehlende Beschilderung und ein Straßenatlas von 1996 führen schließlich dazu, dass wir im Rotlichtbezirk von Mailand landen, anstatt auf der Autobahn in Richtung Aostatal. Nach kurzem hin und her irren finden wir dann doch die Autobahn und treffen Claude, Lev, Hannes von den Breckel Bro’s und Dave gegen zwei Uhr nachts in unserer Unterkunft. Damit ist unsere Crew dann komplett.

Die Jungs haben bereits zwei Touren hinter sich. In den Anfahrt hatten sie eine liftunterstütze Tour im Wallis eingebaut. Heute ging es dann in den Gran Paradiso Nationalpark, wo sie bereits die Luft oberhalb der 3.000er Marke schnuppern konnten.

Tag 1

Am nächsten Morgen geht’s dann nach einem etwas zu ausgedehntem Frühstück an die erste Tour. Rund 2.000 hm Aufstieg liegen vor uns, von denen wir die Bikes für ca. drei Viertel der Höhe tragen müssen. Es wird also ein anstrengender Tag!
Mit dem Auto geht’s erst einmal über kleine, verwinkelte Bergsträßchen zum Startpunkt der Tour. Die Landschaft ist überwältigend und gleich neben unserem Parkplatz donnert ein großer Wasserfall ins Tal.

Der leichte Teil des Felsdurchstieges

Los geht’s, etwas kurbeln, dann kommen wir auf einen alten Karren- und Viehtriebweg, der komplett aus senkrecht geschichteten Steinen besteht. Ab jetzt ist Tragen angesagt. Die Sonne heizt den windstillen Hang kräftig auf und bremst uns etwas aus. Angenehmer wird’s dann um die 2.000er Marke, das Gelände wird flacher und wir können endlich mal schieben.
Doch die Erleichterung ist nur von kurzer Dauer, denn schon bald geht es auf einem schmalen Pfad erst richtig steil nach oben. Unsere Gruppe zieht sich etwas auseinander, die Fittesten rennen vor, der Rest geht den Anstieg gemütlicher an.
Eine gute Stunde später kommen wir an einen Durchstieg durch eine kleine Felswand. Ein Gruppe Wanderer befindet sich gerade im Abstieg, sie bleiben mitten im Fels stehen und trauen ihren Augen wohl nicht so recht. Als sich unsere Wege kreuzen, beantworten wir geduldig alle Fragen. So gut es eben geht, halb auf Italienisch und Englisch. Dann geht’s ans Eingemachte! Der Felsdurchstieg stellt sich als nicht so einfach heraus, weil die Wände zu dich stehen und das Bike an jeder Ecke hängen bleibt. Dennoch kommen wir zügig durch.
Oberhalb erreichen wir ein kleines Plateau. Wir befinden uns jetzt auf fast 3.000 Metern Höhe. Die Vegetationszone haben wir gerade hinter uns gelassen. Vor uns öffnet sich eine Felslandschaft voll der Spuren früherer Gletscher. Viel Geröll und Moränen, eingeschlossen von beinahe senkrechten Felswänden.

Hinter ein paar Hügeln taucht schließlich eine Berghütte des italienischen Alpenvereins auf, wo wir von einem Empfangskomitee aus Gästen und Hüttenpersonal erwartet werden. Dave hatte die Hütte bereits vor geraumer Zeit erreicht und die Insassen auf die Terrasse gelockt. Ungläubig beobachten sie nun wie ein Biker nach dem anderen eintrudelt. Freudiges Begrüßen setzt ein, als wir die herzlichen Italiener erreichen. Leider verstehen wir fast kein Wort, auch wenn wir die Situation von früheren Touren gewohnt sind. Unsere Bikes werden begutachtet, Fotos werden gemacht und es wird uns Tee auf Kosten des Hauses angeboten, was wir sehr dankbar annehmen.
Angeblich sind wir die ersten Biker samt Rädern hier oben. Andere Biker hätten es zwar schon einmal probiert, ihre Bikes jedoch unterhalb der Kletterpassage zurückgelassen.

Während wir auf der sonnigen Terrasse chillen, verfliegt die Zeit. Doch eigentlich sollten wir uns ranhalten. Wir haben schon nach 16 Uhr und es liegen immer noch fast 500 Meter Aufstieg vor uns. Also starten wir doch noch mal durch.
Mit zunehmender Höhe wird die Luft merklich dünner und manche von uns müssen schon langsam kämpfen, denn es liegen ja bereits gute 1.500 Höhenmeter hinter uns.
Ordentlich durchgeschwitzt erreichen wir schließlich den Gipfelgrat. Da haut es uns erst mal fast um! Hinter dem Grat taucht plötzlich ein unvorstellbar beeindruckendes Panorama auf. Riesige vereiste Felswände, darunter Gletscher die sich ins Tal schlängeln, mit Spalten so groß, dass man Häuser darin versenken könnte. Die Welt der Viertausender, zum Greifen nah.
Man hört sogar die Gletscher arbeiten. Immer wieder ertönt lautes Krachen und irgendwo stürzen ein paar Eisblöcke ins Tal.

Kurz darauf ist es geschafft. Wir befinden uns auf über 3.400 m Höhe und sind vom Ausblick so beeindruckt, dass wir sofort die Kameras zücken müssen. Das Panorama reicht vom Mont Blanc über den Grand Paradiso bis hin zu den Viertausendern des Monte Rosa Massivs.

 Als es dann doch noch mal an die Abfahrt geht, ist es schon kurz nach 18 Uhr. Unsere Abfahrt entspricht dem Aufstiegsweg und der Trail ist ein Traum. Vom Gipfel weg geht es über einen großen Schotterhang sehr flowig ins Tal. Viele Kurven, nicht zu eng, so dass man sie schön durchsurfen, oder – wie Hannes es macht – komplett als Nosewheelie durchfahren kann.
Plötzlich stehen wir an einer Felsstufe, nicht ganz 2,5 Meter hoch. Im hochalpinen Raum überlegt man sich höhere Sprünge besser gründlicher, doch der Auslauf ist verhältnismäßig gut. Es ist schon ein toller Drop der so unvermittelt im Weg steht! Stuntman Lev nimmt gleich gut Anlauf und schießt rasant über den die Kante und kommt erst nach gehörigem Auslauf wieder zum Stehen. Die restliche Gruppe lässt es da schon etwas verhaltener angehen, während Lev direkt noch mal hochschiebt, um sich mit noch mehr Speed hinauszuschießen.
Schön flowig geht es weiter, bis wir die nächste Felsstufe erreichen. Diese allerdings ist nur durch mehrmaliges Versetzen des Hinter- und Vorderrads zu knacken. Wobei uns der beeindruckende Tiefblick die 1.000 m hohe Wand hinab doch ein klein wenig nervös macht.

Das Panorama ist atemberaubend

Die Hütte samt Empfangskomitee rückt nun wieder näher. Als wir sie erreichen, klopfen uns die Gäste auf die Schulter und erzählen uns auf Englisch, dass sie uns die ganze Zeit mit dem Fernglas beobachtet hätten. Die begeisterten Italiener bitten uns schließlich samt Bikes vor der Hütte zu posieren, um Fotos für die CAI Sektion zu schießen.
Wir dürfen jedoch keine Zeit mehr verlieren, denn es ist schon 19 Uhr und es liegen noch fast 1.500 hm  Abfahrt vor uns. So verabschieden wir uns von unseren Bergkollegen und werden noch ein Stück von der Hüttenwirtin begleitet, welche fotografiert was das Zeug hält.

Wir surfen ein hügeliges Steinfeld mit einigen kleinen Sprüngen ab, bis wir den Felsdurchstieg wieder erreichen. Jetzt beginnt erneut die Kletterei, doch abwärts ist es zum Glück einfacher. Unterhalb der Seilstelle ist ein schmaler Weg in den Fels gehauen, der tatsächlich fahrbar ist. Ein Sturz wäre jedoch fatal, deshalb ist größte Vorsicht angebracht.

Jetzt wird der Trail mit jedem Meter flowiger und schlängelt sich kurze Zeit später durch blühende Almwiesen. Man kann richtig von Kurve zu Kurve surfen, über kleine Wellen und Hügel pushen und die Finger von den Bremsen lassen.
Leider wird der Spass recht plötzlich gebremst, als wir zum Einstieg in das letzte Tal kommen. Inzwischen ist es dämmrig und eine Herde Kühe, durch unsere Anwesenheit sehr nervös, steht mitten im Trail. Vorsichtig tragen wir die Bikes durch das steile Gelände außen herum. Nun wird die Abfahrt wieder technisch. Viele, metergroße Felsblöcke liegen kreuz und quer im Trail und machen das schnelle Fahren sehr spannend. Wenig später sind wir auf dem Karrenweg. Jetzt kann man es richtig laufen lassen und ich bin mal wieder erstaunt, dass der Reifen mit Doppelkarkasse und Latexschlauch selbst bei 1 bar hält, obwohl alle 2 Sekunden ein sehr lautes „Klong“ vom Hinterrad meldet, dass der Trail ruppig ist, und die Geschwindigkeit hoch.

 Tag 2

Der nächste Tag überrascht uns mit schlechtem Wetter und so wird das Frühstück noch ausgedehnter. Erst gegen 13 Uhr klart es auf und wir entschließen uns für eine Tour mit Seilbahnunterstützung, da es bereits recht spät ist. Allerdings liegen auch noch einige Kilometer zwischen uns und der Talstation die wir daher erst gegen 15 Uhr erreichen. Hier trifft uns die nächste schlechte Überraschung.
Der Seilbahnbetreiber hat gerade ein paar Minuten zuvor beschlossen den Betrieb wegen des stürmischen Windes einzustellen. Wir bekommen mit, dass ein paar Wanderer gerade noch hoch dürfen, weil sie auf der Berghütte reserviert haben und sonst nicht mehr hoch kämen. So erfinden wir eine kleine Notlüge und nach etwas hin und her lässt man uns doch noch mitfahren.

Der starke Wind sorgt auch dafür, dass uns bei Aufstieg nicht all zu warm wird. So kommen wir die 900 Höhenmeter zügig hinauf. Der Aufstieg führt uns über blank geschliffene Slickrocks, die so einladend wirken, dass man am liebsten gleich aufs Rad springen würde.
Im Hintergrund donnert ein gewaltiger Wasserfall ins Tal, darüber erheben sich die vergletscherten Viertausender. Ein perfektes Postkartenmotiv!
Etwas später erreichen wir eine Steinwüste. Hier haben die Gletscher ganze Arbeit geleistet. Verloren zwischen den Felsen steht ein Zelt. Das Pärchen schaut uns völlig entgeistert an und fragt sich in diesem Moment sicher, wohin wir zu dieser späten Stunde noch wollen – mit den Bikes! Denn der Steig führt geradewegs hinauf zu den Gletschern!

Wir haben es aber auf einen tiefer gelegenen Vorgipfel abgesehen. Kurz vor dem Ziel führt uns der Weg über einen Grat, der nur noch aus Felsblöcken besteht. Unsere Blicke werden jedoch auf den Gletscher im Tal unter uns gezogen. Er ist in wundervolles Licht getaucht, welches einem strahlenden Vorhang gleich durch die dunklen Wolken bricht.

Explosion über den Wolken

Lange können wir den Anblick allerdings nicht genießen, möchten wir die Abfahrt noch im Hellen meistern!
Da wir heute nicht den Aufstieg herunterfahren, werden wir auch gleich von einem ca. 100 Meter hohen, extremen Steilstück überrascht. Besonders anspruchsvoll wird es durch den losen Schotter. Ein Teil unserer Gruppe entscheidet sich, hier lieber zu schieben. Kurz darauf geht es aber recht flowig weiter. Von der Felswand über uns sind wohl immer wieder Stücke herunter gefallen, die nun zum Teil so günstig auf dem Trail liegen, dass man sie als kleine Boxen verwenden kann. Vorne rauf springen oder rollen, hinten runter droppen. Während wir immer weiter ins Tal surfen, weicht der Tag allmählich der Nacht.

Der Abfahrtsspaß wird aber jäh gebremst, als Kühe wieder den Trail blockieren. Claude und Tobi versuchen, langsam durch die Herde zu schieben. Die Tiere sind aber wohl durch die Dämmerung sehr nervös und setzen kurz an zur Biker-Jagd. Claude und Tobi bleibt nur die Flucht. Der Rest der Gruppe beschließt daraufhin, die Herde außerhalb ihres Sichtfeldes zu umsteigen.

Nach der Ausweichaktion wird der Trail bald sehr anspruchsvoll, denn die Felsen sind jetzt ungünstiger geformt und ihre Anordnung lässt auch zu wünschen übrig. Mit anderen Worten, es geht direkt durch ein Geröllfeld. Neben dem Trail ist Gras über die Sache gewachsen, so dass das Geröllfeld als solches eine gute Tarnung genießt und wir werden wieder richtig gefordert. Das Licht reicht gerade noch aus, um gut durchzukommen. Der Bashguard muss sich nun alle paar Meter mit einem Fels auseinandersetzen. Obwohl uns der Streckenabschnitt viel Kraft kostet, macht er extrem viel Spaß und ist leider viel zu schnell vorbei.
Als wir schließlich an einen Gletscherbach kommen, nehmen wir diesen fast nur noch durch sein Rauschen war, denn inzwischen ist es quasi Nacht. Die Gruppe teilt sich auf in die Jungs mit Lampe auf dem Helm und die Jungs mit Lampe im Rucksack. Letztere praktizieren nun das „Fahren nach Steinen“. Trockene Steine erscheinen Nachts heller als die Erde und Wiese um sie herum, denn irgendwo kommt immer etwas Licht her. Deshalb dienen sie als gute Orientierung und man kann den Trail mit etwas Übung sehr gut verfolgen. Außerdem nimmt man noch Dinge war, die man neben dem Lichtkegel einer Lampe nicht mehr wahrnehmen würde.

Die Jungs, die nach Steinen fahren, kommen gut vorwärts, während in der anderen Gruppe erst mal das Gefummel mit Lampe und Helm los geht. Der Trail ist nun insgesamt wieder etwas flowiger, hat aber noch die ein oder andere technische Felspassage zu bieten.

Spät nachts spuckt er uns letztlich wieder im Dorf aus. Müde und geschafft, aber völlig zufrieden und mit einem breiten Grinsen blicken wir auf rund 1.700 hm feinster Abfahrt zurück und machen es uns am Bach gemütlich, bis die Jungs mit Licht einige Minuten später eintrudeln.

 Tag 3

Am dritten Tag ist das Wetter wieder auf unserer Seite, nur der Wind noch nicht so ganz. Heute steht eine Mördertour auf dem Plan. Wir wollen auf rund 3.300 m. Bis dorthin sind es etwas über 1.800 hm Aufstieg, die komplett getragen werden müssen. Nachdem wir heute die Frühstückszeit in den Griff bekommen haben, geht es auch recht früh los.

Der Trail führt von den ersten Metern an sehr steil hinauf. So kommen wir zwar schnell vorwärts, sind aber auch gleichschweißgebadet. Da wir später den selben Trail wieder abfahren, schauen wir uns technisch schwere Stellen im Aufstieg schon mal genauer an und die ersten 10-Cent Wetten werden abgeschlossen.

Zwei Stunden später erreichen wir eine einsame, kleine Hütte, bei der sich nur ein frei laufender Esel und zwei Hunde aufhalten. Wobei gerade der Esel recht aufdringlich wird, als wir zu essen auspacken.

Nach der kleinen Pause geht es durch ein Felsband, in dem wir auch gleich auf die erste seilgesicherte Passage treffen. Diese lässt sich aber gut durchsteigen und so stehen wir etwas später vor einer steilen, ca. 150 m hohen Gletschermoräne. Der Trail führt jetzt nur noch durch einen losen Mix aus Sand-, Kies- und Felsbrocken und ist teilweise nur zwei Reifen breit. Dieser Abschnitt wird später extrem schwer bis unfahrbar. Kurzehand wird die Gemeinschaftskasse eingeführt und festgelegt während der Abfahrt für jedes Fußabsetzen 10 Cent einzahlen zu müssen.

Ab jetzt führt uns der Aufstieg nur noch durch Fels und Stein, mitten drin noch eine kleine Kletterstelle, die wir aber gut hoch kommen.

Kurz unter dem Gipfel müssen wir die Bikes dann doch zurück lassen, denn es geht nun auf einem schmalen, exponierten Felsband weiter. Rechts von uns fällt der Berg viele Hundert Meter senkrecht hinab, links geht es nach ein paar Metern fast senkrecht hinauf und kurz darauf stehen wir schon auf dem Gipfel. Vor uns erhebt sich das Monte Rosa Massiv im schönsten Licht. Ein gewaltiger Anblick! Und die östliche Bergkette hält das Wolkenmeer aus der Poebene davor zurück ins Aostatal zu schwappen.

Nach einer kurzen Vesper klettern wir zu den Bikes hinab und die Abfahrt beginnt. Zunächst geht es einen sehr technischen Felsgrat entlang. Links von uns sorgt wieder eine senkrechte Felswand für furchteinflößende Tiefblicke. Es ist jedoch genug Platz zum Fahren vorhanden, so dass man sich nicht unnötig in Gefahr bringen muss.

Anschließend müssen wir wieder durch die Kletterstelle, dieses Mal in die andere Richtung. Jetzt führt uns der Trail für die nächste halbe Stunde durch ein riesiges Steinfeld. Hier fährt man wirklich nur auf Felsblöcken und Platten, manche von ihnen liegen gut, andere aber sorgen dafür, dass wir ordentlich zu schaffen haben. Bis auf wenige Stellen können wir jedoch alles fahren und stehen dann vor dem Abschnitt der unsere im Aufstieg eingeführte Gemeinschaftskasse füllen soll. Voll motiviert fahren wir rein und stellen gleich fest, dass der Untergrund so weich und rutschig ist, dass man kaum das Gewicht auf das Vorder- oder Hinterrad verlagern kann, ohne dass die Reifen wegschmieren. Dazu kommen lose Felsblöcke, die sofort rutschen, wenn man darüber fährt. Das Biken kostet hier extrem viel Konzentration und vor allem Kraft. Obwohl jeder sein Bestes gibt, ist die Gemeinschaftskasse schnell mit ein paar Euro gefüllt und ein Teil unserer Gruppe gibt auf. Während sie die Bikes zu Tal tragen, kämpft der Rest weiter und am Ende kommt Hannes tatsächlich mit nur 20 Cent für die Kasse durch!

Das Monte Rosa Massiv im Hintergrund

Der Trail wird nun auf einen Schlag extrem flowig und bietet uns kleine und auch etwas größere Jumps. Im Hintergrund taucht wieder das Mont Rosa Massiv auf, das nun von der Abendsonne schön beleuchtet wird. Plötzlich werden wir von einem Felsdurchstieg abgebremst. Unterhalb ist der Trail wieder technisch und nun entscheiden sich einige 10-Cent Wetten, die am Morgen noch abgeschlossen wurden. Die technischen Kombinationen sind zum Teil extrem lang und so hört man immer wieder ein lautes „Cool“ oder „ Juhuuu“, wenn es einer von uns irgendwo runter geschafft hat. Zum Teil liegen hier extrem schräge Felsplatten im Trail und wir sind mal wieder erstaunt, wie gut die Reifen dort Grip aufbauen. Der Trail schlängelt sich durch so dichte Farnwälder abwärts, dass der Lenker durch die Pflanzen schleift. Da man um keine Kurve sehen kann, wird dieser Abschnitt sehr spannend und hat viele Überraschungen parat.

Dann tauchen wir in den Wald ein und merken, dass es dämmerig wird. Der Trail wird wieder etwas flüssiger und so erreichen wir bald das Tal. Mit einem breiten, die nächsten Tage anhaltenden Grinsen, rollen wir im letzten Licht über jahrhunderte alte Steinwege und Brücken zum Auto und müssen Abschied nehmen von einer der imposantesten Alpenregionen.

5 Gedanken zu “Italien mal anders

  1. Hallo! Ihr seit der wahnsinn Männer! :D Ich beneide euch! ;) Sobald ich mein Canyon Vertride bekomme geh ich auch auf Tour! ;) Welche Kamera benutzt ihr eigenntlich? Die Bilder sind richtig Hammergeil!!

    Grüße aus Südtirol ;)

    • Dank Dir! Aber ich glaube Dich mehr zu beneiden in Südtirol zu wohnen. *g*

      Viel Spaß mit dem Vertride!
      Dave

      PS: Wg. der Kameras s. Sebastians Antwort.

  2. Wir benutzen überwiegend digitale Spiegelreflexkameras für unsere Bilder. Für die Bilder auf der Homepage hatten wir eine EOS 400D, 60D und 5D im Einsatz.

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